Wir leben in einer Zeit, die aus den Fugen geraten ist. Ein „Weiter so“ wäre verantwortungslos und ignorant. Daher sind Veränderungen gefragt, doch wie sollen die geschehen, wenn das Bewusstsein dafür fehlt? Bewusstsein ist nicht nur philosophisch, sondern auch praktisch relevant: Es ermöglicht Selbstreflexion, Achtsamkeit und die Fähigkeit, Entscheidungen bewusst zu treffen. Der Text ist daher ein Plädoyer für die Modulation oder die Schärfung des Bewusstseins.
von Arnold Illhardt
LERNEN SOLL FÜR WAS GUT SEIN
Bei einem Klassentreffen meinte ein alter Mitschüler, der immer ein großes Ass in Mathe war, dass seine mathematischen Kenntnisse im Alltag wenig hilfreich seien. Auch ich frage mich oft, für was der ein oder andere Wissensstoff in den 66 Jahren meines Lebens wichtig gewesen sein soll. In meiner arbeitsaktiven Zeit als Klinikpsychologe habe ich mehrere Tausend Kinder und Jugendliche im schulpflichtigen Alter betreut und in vielen Gesprächen wurde mir deutlich vor Augen geführt, wie wenig nachhaltig sich das Lernen in der Schule bei den jungen Menschen auswirkte. Nicht nur, dass ich auf immense Wissenslücken stieß, auch von Lernfreude war wenig zu spüren. Lernen schien ein Prozess zu sein, den man meinen Patientinnen wie einen miefigen Sack übergestülpt hatte, ohne für ausreichende Luftzufuhr zu sorgen. So ähnlich!
Analysiert man die kompletten Lernprozesse samt lernpsychologischer Hintergründe, so ließe sich als Quintessenz herausarbeiten: Lernen soll dazu gut sein, …
- Spaß an der Auseinandersetzung mit Wissen und hier vor allem mit neuen Wissensinhalten zu haben,
- Inhalte zu vernetzen und daraus ein komplexeres Wissen abzuleiten,
- die Fähigkeit zu entwickeln, Informationen auf ihren Wahrheitsgehalt überprüfen zu können und dafür eine gesunde Skepsis zu entfalten,
- bestenfalls bessere Informationen gegen schlechte bzw. veraltete auszutauschen und
- spielerisch Informationsbausteine für seine Kompetenzbereiche nutzen zu können.
Vielleicht schlagen einige Lehrer*innen oder sonstige Pädagogen*innen bei meiner vereinfachten Lerntheorie die Hände über dem Kopf zusammen, allerdings muss ich umgekehrt sagen, dass ich auch mit meinen Händen oft nicht weiß wohin, wenn ich das in Beton gegossene Vorgehen mancher Lernvermittler*innen betrachte.
Dass ich meinen Text über eine Bewusstseinsmodulation mit dem Prozess des Lernens beginne, ist nicht ganz aus der stickigen Luft gegriffen. Wie sollen wir etwas modulieren = verändern, wenn wir nie gelernt haben, Bestehendes infrage zu stellen?
ZUNÄCHST ZUR MODULATION
Ich habe den Begriff gewählt, weil er m.E. am besten zu meinem Grundanliegen passt. Modulation gibt es in vielen Bereichen (Musik, Linguistik, Technik, Medizin …), doch fast immer sind damit ganz bestimmte Assoziationen verbunden:
- Es ist ein Vorgang, bei dem sich etwas verändert.
- Bei dieser Veränderung kann es sich um einen Übergang von einem Zustand in einen anderen handeln.
- Durch eine Modulation wird zudem etwas Neues angestoßen und damit auch beeinflusst.
- Ein solcher Veränderungsvorgang enthält darüber hinaus die Botschaft, dass es verschiedene Optionen gibt und nicht nur eine unumstößliche Ausgangssituation.
- Ich möchte diesen Aspekten noch den des Modellierens hinzufügen, womit „etwas gestalten“, „formen“ und letztendlich „abwandeln“ gemeint ist, was in der Regel aktiv geschieht. Denken wir nur an das Arbeiten mit Ton!
Auch in der Psychologie, womit ich früher mein Brot verdient habe, wird der Ausdruck z.B. im Zusammenhang mit Verhalten, Emotionen oder Kognitionen verwendet. Wenn ich z.B. merke, dass ein bestimmtes Verhalten nicht nur mir Probleme bereitet, sondern auch meiner Umgebung, macht eine Modulation Sinn, um mich besser den inneren und äußeren Reizen anpassen zu können. Doch dazu später.
DANN DAS BEWUSSTSEIN

Bewusstsein ist einer dieser Begriffe, die man zehn Mal am Tag nutzt, die man aber am Ende des Tages nicht erklären kann. Auch hier gibt es eine Menge Bezugsrahmen, in denen der Begriff eingesetzt wird, ich möchte ihn aber vor allem eher psychologisch verwenden. Hier bedeutet Bewusstsein (ich fasse einige Unteraspekte zusammen):
- Sich in einem Wach- oder Erlebniszustand zu befinden;
- seine Aufmerksamkeit auf eine bestimmte Sache zu richten, was eine gewisse Konzentration notwendig macht;
- über die Fähigkeit zu verfügen, andere Einflüsse auszublenden, um sein Bewusstsein genau zu fokussieren; hier spielt also auch eine gewisse Kontrolle eine Rolle.
Wollen wir uns auf das Lesen eines bestimmten Buchs konzentrieren und bestenfalls den Inhalt verstehen, so müssen wir unser ganzes Bewusstsein auf den Lese- und Verstehvorgang richten, Störfaktoren ausblenden und mögliche Unklarheiten z.B. durch Recherchen ausräumen.
Doch genau das ist für einige Menschen enorm schwierig. Dies führt mich zu dem Begriff der Neurodivergenz (ND). Da dieser recht neue Begriff für meine Zwecke nur bedingt eine Rolle spielt, möchte ich das Thema nur kurz anreißen, um später mein eigentliches Anliegen darlegen zu können. Eine sehr schöne Hinführung zur ND fand ich in einem Artikel von Prof. Dr. André Frank Zimpel, der als Professor mit dem Schwerpunkt „Lernen und Entwicklung“ an der Fakultät für Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg arbeitet und dort das Zentrum für Neurodiversitätsforschung leitet:
„Als neurodivergent gelesen werden einzelne Personen, wenn deren Nervensystem jenseits von Alltagserwartungen, neurotypischen Standards und Neuronormen funktioniert (ZIM).“
Menschen im Autismusspektrum, mit ADHS oder mit Epilepsie werden z.B. als neurodivergent bezeichnet. Es geht hier nicht um eine Störung, sondern um ein Anderssein. Allen ist gemeinsam, dass sie auf ihre Art und Weise und ausgerichtet auf ihre Diversität lernen müssen, ihr Bewusstsein so zu modulieren, dass sie sich besser konzentrieren, den Fokus besser lenken oder ganz allgemein überhaupt Interesse entwickeln können.
ALLGEMEINES BEWUSSTSEIN
Wenn wir einmal selbst unsere Bewusstseinsvorgänge vor Augen führen, so ist das nicht nur eine starke Leistung (viele kriegen das nämlich nicht hin!), sondern wir werden auch einsehen müssen, dass die Intensität, wie wir uns Dinge bewusst machen, von ganz vielen Einflussfaktoren abhängig ist. Ebenfalls in meiner langjährigen Praxis als Kinder- und Jugendpsychologe konnte ich sehr gut beobachten, wie Kinder oder Jugendliche oft bestimmte Vorgehensweisen von ihren Eltern gelernt/übernommen haben. Neigen z.B. Eltern dazu, sehr bewusst die Umwelt wahrzunehmen, so überträgt sich dies in der Regel auch auf den Nachwuchs.
Anderes Beispiel: ich lernte in der Psychotherapie ein sehr begabtes Mädchen kennen, das ein ungemeines Feingefühl für Musik besaß. Auffallend war, dass sie einen für ihr Alter (13 Jahre) ungewöhnlichen Musikgeschmack besaß und z.B. klassische oder bestimmte elektronische Musik hörte. Sie erzählte mir, dass sie Musik nicht beiläufig als Hintergrund konsumiere, sondern genau auf Instrumente, Melodien etc. achte. Als ich die Mutter kennenlernte, die übrigens Cellistin war, wurde mir klar, dass das Bewusstsein des Mädchens deutlich geprägt oder vielleicht auch geschult worden war.

Unser Bewusstsein scheint also starken Einflüssen, aber auch Entstehungsmechanismen zu unterliegen, wie ich meine Umwelt und hier die verschiedensten Reize wahrnehme: da spielen – wie oben beschrieben – Vorbilder (Familienmitglieder, wichtige Personen), Umgebungseinflüsse (Milieu, Sozialisation), Häufigkeit der dargebotenen Reize (wird z.B. in einem Haushalt viel oder keine Musik gehört?) Belohnungsmechanismen (werde ich gelobt, wenn ich mein Bewusstsein auf bestimmte Dinge richte) usw. eine maßgebliche Rolle. Bewusstsein ist somit nicht nur philosophisch, sondern auch praktisch relevant: Es ermöglicht Selbstreflexion, Achtsamkeit und die Fähigkeit, Entscheidungen bewusst zu treffen. Ein gutes Beispiel ist das Lesen. Menschen, die nie erlebt haben, dass zuhause gelesen wird, werden sich vermutlich diesem Medium wenig zuwenden. (Und umgekehrt.) Das ist schade, da ich der Meinung bin, dass das Lesen z.B. sehr wichtig ist, um Bewusstsein zu trainieren und zu schärfen. Selbst wenn es sich nur um Unterhaltungslektüre handelt, lernt der Leser/die Leserin, sich auf die Story einzulassen, sich möglicherweise ungewöhnliche oder sogar surreale Dinge vorzustellen und diese mit ihren Alltagserfahrungen in Verbindung zu bringen. Ich habe Kinder und Jugendliche, die lesen, in der Regel als wesentlich aufmerksamer, interessierter und vielfältiger erlebt.
Hier wird bereits deutlich, dass Bewusstsein steuerbar und somit veränderbar = modulierbar ist. Habe ich ein positives Gefühl dazu, Bücher zu lesen, werde ich mein Bewusstsein vermehrt auf diesen Vorgang lenken, werde mich immer bewusster mit dem Lesen und dem Verstehen auseinandersetzen und hier vielleicht irgendwann den Schritt hinbekommen, Lesen nicht nur als Zeitvertreib zu nutzen, sondern über anspruchsvolle Literatur meinen Geist zu trainieren und mich für neue/andere Ideen zu öffnen. Das gilt natürlich auch für andere Aktivitäten wie Gestalten, Handwerken, Malen etc. Je weniger wir uns mit solchen Prozessen auseinandersetzen und uns schlussendlich nur auf einem niedrigen Wahrnehmungsniveau bewegen, um so eher neigen wir dazu, einfache Erklärungen zu bevorzugen (auch wenn sie falsch sind), oder Informationen zu suchen, die eher meinem Level entsprechen oder gar in Verschwörungsglauben (Verschwörungstheorien gibt es nicht!) abzudriften.
Dazu gibt es eine sehr interessante Überlegung von dem Zukunftsforscher Robert Jungk (JUN):
„Die Mehrheit der Menschen sieht nicht, weil sie nicht sehen will, sondern weil sie lieber anerzogenen stereotypen Vorstellungen nachhängt; und sie hört nicht, weil sie nur hören will, wenn das Gehörte der eigenen, bereits zuvor festgelegten Meinung entspricht.“
Die Sätze wurden vor 50 Jahren formuliert. Das macht nachdenklich, denn es hat sich rein gar nichts geändert!
EIN KURZER AUSFLUG ZU KELLY´S KONSTRUKTEN
Für das Verständnis, wie unser Bewusstsein funktioniert, ist ein Ausflug in die Psychologie der persönlichen Konstrukte, die von dem amerikanischen Psychologen George A. Kelly verfasst wurde, gut geeignet. Der Begriff des Konstruktes kommt von konstruieren und meint, dass jeder Mensch bestimmte Denkbilder für sich und andere, sowie für bestimmte Verhaltensweisen übernimmt und/oder (selbst) formt. Mit solchen Landkarten im Kopf hat der Mensch eine gewisse Chance, sich in der Komplexität seiner Umgebung zurechtzufinden.

Kelly´s Psychologie ist vor allem eine Psychologie der Veränderung (BAN). Der Autor beschreibt u.a., dass es durchlässige und undurchlässige Konstrukte gibt. Es hat mit unserer Denkfähigkeit, unserer Erziehung, unserer Kultur, unserer Sozialisation, unserer Persönlichkeit und unserer Bildung zu tun, ob wir einem Konstrukt die Chance geben, dass es überarbeitet oder gar erneuert bzw. ausgetauscht wird. Wenn wir nie gelernt haben, statt Schwarz und Weiß auch Blassgrau, Dunkelgrau oder Cremeweiß zu sehen, werden wir uns eher eindimensional ausrichten und z.B. uns unbekannten oder fremden Eindrücken ablehnend gegenüberstehen. Wir neigen dann eher dazu…
„…feindselig zu werden, um die Gewissheit, die wir eigentlich nicht haben können, zu erzwingen: Wir drangsalieren andere solange, bis sie sich auf eine Art und Weise verhalten, die unseren Vorhersagen entspricht. Wir fälschen die Bücher und weigern uns, die letzte Bedeutung dessen, was passiert, wahrzunehmen.“ (BAN)(ILL)
BEWUSSTSEIN FÜR VERSCHIEDENE LEBENS- UND UMGEBUNGSBEREICHE
Beinahe jeden Tag, wenn nicht gar jeden Moment werden wir mit unzähligen Nachrichten oder allgemeinen Informationen versorgt. Wobei das Wort Sorge irreführend ist, da es sich in der Regel mehr um ein gezieltes Beeinflussen handelt. Der Absender der Information möchte uns in eine Richtung lenken, so dass wir bestimmte Denkweisen übernehmen oder aber – wie es die Absicht der Werbung ist – unser Kauverhalten entsprechend ausrichten. Die Diskussion über das Thema, ob Werbung tatsächlich funktioniert oder nicht, hat einen meterlangen Bart. Sicherlich lässt sich konstatieren, dass die Methoden inzwischen dermaßen perfide sind, dass es immer leichter wird, den Menschen den hinterletzten Mist unterzujubeln. Wenn ich an Sperrmüllsammlungen vorbeilaufe, bin ich jedes Mal erschrocken, welcher Müll in den Haushalten gehortet wurde. Und jetzt komme ich allmählich zu meinem eigentlichen Ansinnen: Obschon es allgemein bekannt sein dürfte, dass Plastik absolut umweltschädlich ist und zum Teil Jahrtausende braucht, um abgebaut zu werden, werden z.B. im Spielzeugbereich tonnenweise Gerätschaften angeschafft, die obendrein null Attraktionscharakter für die Kleinen besitzen. Eine Rutsche mit 1.10m Rutschfläche hat vermutlich nach zehn Durchgängen als Spielzeug ausgedient. Langweiliger und pädagogisch unsinniger kann man ein Kind nicht bespaßen. Warum schaffen Eltern trotzdem diesen Schrott an? Warum öffnet sich ihr Bewusstsein nicht dafür, ihren Kindern ansprechendere Methoden zum Spiel anzubieten? Und weiter gefragt: Warum besitzen so viele Menschen kein Bewusstsein für die verschiedenen Lebens- und Umgebungsbereiche?
Solche Lebens- und Umgebungsbereiche können sein (ich bringe mal eine kleine Auswahl):
- Mensch und Gesellschaft
- Natur, Umwelt und Klima
- Politik und Recht
- Bildung und Wissenschaft
- Kultur und Medien
- Gesundheit und Medizin
- Philosophie und Ethik
- Landwirtschaft und Lebensmittel
- Digitale Welt und Datenschutz
- usw.
Das andere Bereiche fehlen, heißt nicht, dass sie nicht wichtig sind. Sie sind nur momentan nicht in meinem Bewusstseinsfokus.
DRINGENDE ANLIEGEN DER MENSCHHEIT

Vor vielen Jahren haben meine Frau und ich eine Kunstaktion gestaltet, mit der wir unseren Protest gegen den menschlichen Irrsinn in Szene setzen wollten. In einem ehemaligen Laden des Schlecker-Imperiums haben wir an die Wände rund um den Raum Fotos oder Ausrisse von schrecklichen Szenen geklebt und diese mit Begriffen beschriftet, die man als das Arsenal menschlicher Grausamkeiten bezeichnen könnte. Wir betitelten unser Projekt „Krönung der Schöpfung“, was natürlich provokativ gemeint war (Siehe Youtube-Video: https://www.youtube.com/watch?v=bw7kLfAYRTo&t=41s). Die Krönung der Schöpfung lässt sich immer neue Gräuel und Schrecklichkeiten einfallen und tarnt sie mit politischen oder religiösen Deckmäntelchen.
Natürlich sickern Meldungen über menschliche Kakophonien und unseren desaströsen Umgang mit unserer Umwelt in unser Bewusstsein, aber dort scheinen sie gemächlich zu versickern. Es ändert nichts an unserem Denken und Handeln. Und man hört aus den Polstergarnituren dieser Republik den Satz: „Man kann auch nicht auf alles achten, was da so schiefläuft!“ Nein, kann man auch nicht, aber man könnte ja wenigstens mit der ein oder anderen Sache mal starten.
Meine Schwiegermutter (86) ist keine Person, die gelernt hat, mit Komplexität umzugehen oder Aspekte, die von „oben“ kommen, infrage zu stellen. Da sie inzwischen unsere gesellschaftskritische Denkweise kennt und mehrfach die Woche erlebt, spricht sie oft Themen an, die sie vor allem im Fernsehen oder in einfachen Zeitschriften aufgeschnappt hat. Dabei erleben wir oft, dass sie durchaus in der Lage ist, trotz ihres Alters und ihrer ganz anderen Sozialisation Dinge zu überdenken und dazu eine neue Sichtweise einzunehmen.
Beispiel: Vor einiger Zeit haben wir uns entschieden, nicht mehr nur vegetarisch zu leben, sondern einen Schritt weiter zum Veganismus zu gehen; also komplett auf Nahrung und Produkte zu verzichten, die von Tieren stammen. Es ist noch etwas holprig, aber wir sind auf einem guten Weg. Meine Schwiegermutter reagierte auf diese Information mit dem Satz: „Da weiß man ja gar nicht mehr, was man kochen soll!“ Hardcore-Tieresser kontern zumeist mit der einfallslosen Bemerkung, Veganer essen nur Steine und Gras. Wer mich kennt, wird das nicht glauben! Ich zeigte meiner Schwiegermutter ein 400seitiges Buch mit veganen Gerichten. Eines von vielen, was sie zu überzeugen schien. Schon länger schon sammelt sie vegetarische oder vegane Rezepte, probiert diese aus, hat selbst ihren Fleischkonsum auf ein Minimum runtergeschraubt und erzählte uns neulich, dass sie beim Fleischessen nie an das Leid der Tiere gedacht habe, sondern sich von Darstellungen wie „Glückliche Rinder auf der Weide in den Bergen“ hat blenden lassen. Zudem habe sie im Fernsehen Berichte über Tierquälereien bei der Haltung und in Schlachthöfen gesehen, die sie sehr erschüttert haben. Aber wie wird aus dem Erschüttertsein eine Veränderung? Wie gelangt das Negative in unser Bewusstsein und verlangt nach Modifikation?
Wenigstens was die Mannigfaltigkeit des Elends anbetrifft, was der Mensch in der Lage ist zu produzieren, kann man von einem bunten Spektrum reden. Ansonsten scheint ja Farbenreichtum bei vielen eindimensional gepolten Mitmenschen eine Gefahr darzustellen. Bei oben genannter Installation im Schlecker-Laden kamen wir auf weit über 100 Begriffe. Aus ihnen lassen sich Fragen ableiten:
- Wenn wir doch wissen, dass Kriege noch nie positive Veränderungen gebracht haben, stattdessen aber Elend am laufenden Band produzieren, warum gehen wir mit allem Militärischem so gönnerhaft um? Warum schicken wir Politiker, die ihr Volk ins Verderben führen, nicht in die Wüste? Warum gibt es keine Friedensminister*innen?
- Warum kaufen wir aus Frust oder aus Ignoranz jeden Mist, der uns vom kapitalistischen System angedreht wird, obschon wir wissen müssten, dass er nur zur weiteren Umweltverschmutzung beiträgt?
- Warum essen wir Tiere, wenn wir doch um die katastrophalen Umstände bei der Aufzucht, der Haltung, dem Transport und der Schlachtung wissen? Warum halten wir daran fest, obschon es heute kein einziges Gegenargument mehr gibt, außer dass es schmeckt und man es gewohnt ist? Reicht das, um diesen bestialischen Umgang mit Tieren gutzuheißen und letztendlich zu unterstützen?
- Warum ist uns das Klima so egal und warum erfinden Menschen Verschwörungsglauben, obschon die Wissenschaften belegen, dass es nicht nur einen Klimawandel, sondern gleich eine ganze Katastrophe davon gibt? Warum lassen wir zu, dass sich Politik und Demokratie eher an starken Interessengruppen, am Wachstum und Markt orientieren, anstatt sich um die desaströsen Probleme zu kümmern?
- Warum wählen Menschen faschistische Parteien wie z.B. die AfD, obschon sogar im Wahlprogramm bzw. in den stümperhaften Redeversuchen ihrer Rädelsführer deutlich wird, dass die Demokratie zugunsten einer Diktatur abgeschafft werden soll? Und Diktatur bedeutet: Maul halten und nur sagen was das herrschende System hören will. Was ist daran so schön?
- Warum glauben wir, dass unsere berufliche Tätigkeit der Bereich des Lebens ist, über den wir uns (z.T. ausschließlich) definieren und in Szene setzen können? Warum vernachlässigen so viele Menschen dafür ihre Gesundheit, Familie und sozialen Kontakte?
- Warum ist es im Jahr 2026 immer noch notwendig, dass Frauen um ihre Rechte kämpfen müssen und warum gelten immer noch religiöse Einflüsse von vertrockneten und lebensfernen Typen, die ein sich unterwerfendes Frauenbild propagieren?
- Warum wählen wir Parteien oder geben ihnen sonst wie unsere Zustimmung, die der Genozid an den Palästinensern in Israel nicht kümmert und sogar einen Barbaren wie Netanjahu ideell oder waffentechnisch unterstützen?
Dies sind nur ein paar wenige Fragen und vielleicht auch Punkte, die mich persönlich momentan pressieren. Aber spätestens hier wird deutlich, dass es verschiedene Formen einer Modulation bedarf.
FORMEN DER MODULATION
Ideelle Modulation – Ich befasse mich mit den verschiedenen Seiten eines Problems, wäge diese ab und beziehe eine Position, die Gewalt, Menschenverachtung oder Unterdrückung ausschließt. Gegen den Irrsinn in der Ukraine oder in Israel kann ich persönlich nichts unternehmen, aber ich kann Stellung beziehen und dies vielleicht in Diskussion vehement vertreten.

Modulation auf Protestebene – Netanjahu oder Putin wird es vermutlich egal sein, dass wir sie entsetzlich dämlich finden. Trotzdem sollte man aktiv werden. Ich habe z.B. sowohl der Russischen, als auch der Türkischen Botschaft geschrieben, um gegen das dort gängige System zu protestieren. Ich wurde von Bekannten dafür belächelt, aber mir hat es gutgetan. Auch Emails/Briefe an Politiker können effektive Möglichkeiten sein, seinem Unmut Luft zu machen. Unbedingt wichtig sind Petitionen und Proteste. Übrigens ist es „spaßig“ zu eruieren, wer Protest als sinnlos oder blödsinnig bezeichnet: Es sind die Anhänger des Systems, gegen das aufbegehrt wird. Auch der Boykott ist ein probates Mittel, um seinen Protest auszudrücken. Wenn wir darauf verzichten, bei kapitalistischen Firmen wie Amazon oder Zalando zu kaufen, schützen wir unsere heimischen Läden und gleichzeitig die Umwelt. Sehr kreativ kann man beim Entwerfen von Plakaten oder Flyern werden.
Modulation durch aktive Veränderung – Wie z.B. bei dem Umgang mit dem Tierleid dargestellt, kann man sein Ernährungs- und Konsumverhalten verändern und wie in diesem Fall auf tierische Produkte verzichten. Das Unternehmen Rügenwalder Mühle, wo bislang nur tierische Produkte vermarktet wurden, hat bereits auf den Bedarf von Vegetariern und Veganer reagiert: Die Produktionskapazitäten wurden für vegane Produkte freigemacht und das pflanzliche Sortiment weiter ausgebaut. Modulation wirkt! Ähnliches gilt für den Verzicht auf Plastik, übermäßigen Handykonsum oder den Schutz der Umwelt.
„WERKZEUGE“ DER MODULATION
Bildung
Wie bereits zu Beginn aufgeführt, braucht es für ein gesellschaftliches oder sonst wie geartetes Bewusstsein eine Bildung. Bildung kommt von „sich ein Bild machen“, dass bedeutet: Die Menschen brauchen mehr Anreize, sich mit dem Lernen und dem Umgang mit Informationen zu befassen. Ich habe nie wirklich was mit den Satz des Pythagoras oder irgendwelchen linearen Gleichungssystemen mit 2 Unbekannten in meinen 66 Jahren anfangen können. Was hätte ich im Nachhinein darum gegeben, mehr über Literaturrecherchen, vergleichende Analysen oder Quellenüberprüfung zu lernen.
Kommunikation
Anreize entstehen aber auch durch Thematisierung im sozialen Umfeld oder in den sozialen Medien. Wenn wir unser Bewusstsein für z.B. soziale Abläufe schärfen wollen, kann dies in Gesprächen oder Diskussionen stattfinden. Jugendliche, wenn sie nicht bereits völlig durch Internet & Co. paralysiert sind, diskutieren gerne. Als ich für meine Patientinnen ein Seminar zum Thema Medienkompetenz angeboten habe, wurde erst einmal spürbar, wie wenig die Handygeneration über wichtige Hintergründe wie Entstehung von Algorithmen oder Abfischen der Daten durch die Tech-Branche wusste.
Medien
Wir besitzen schon lange kein Fernsehen mehr und ich habe daher wenig Einblick in dieses Medium. Ich höre aber oft, dass kritische Sendungen entweder immer mehr gestrichen, geschönt oder zur späten Stunde gezeigt werden. Um unser Bewusstsein für gesellschaftliche und z.B. ökologische Dinge zu schulen, braucht es ein breites Medienangebot. Auch Zeitungen, die immer mehr zu lustig-bunten Journalien verkommen, brauchen Seiten, die sich kritisch und umfassend mit Themen auseinandersetzen. Aber was will man von Blättern erwarten, die in der Hand von schwerreichen Familienunternehmen liegen? Oft frage ich mich, was eigentlich aus den Aufgaben der öffentlich-rechtlichen Medien geworden ist, gehört doch die freie individuelle und öffentliche Meinungsbildung zu ihren Aufgabenbereichen.
Bildungseinrichtungen
Ähnliche Aufgaben sehe ich bei Volkshochschulen oder musealen Einrichtungen. Als unser Nachbarmuseum – das RELIGIO – Anfang des Jahres Vorträge zum Thema Tierethik anbot, war ich angenehm überrascht. Kultur heißt nicht nur Bildergucken, sondern auch Wissen zu vermitteln. Für eine sehr gute Idee halte ich es, wenn benachbarte Universitäten Vortragsreihen außerhalb der universitären Einrichtungen anbieten. Dabei sollten vor allem ländliche Gegenden Berücksichtigung finden. So manche/r Student*in würde sich vielleicht freuen, seine/ihre Diplomarbeit mal einem Publikum vorstellen zu können.
Multiplikatoren
Es bedarf Multiplikatoren, worunter ich Menschen verstehe, die mit offenen Augen durchs Leben gehen und eine gesellschaftliche Sensibilität besitzen (siehe dazu mein Artikel https://querzeit.org/philosophie/gesellschaftliche-hochsensibilitaet). Der bereits genannte Robert Jungk sprach auch von Generalisten.
Dieser Menschentyp „…unterscheidet sich vom Spezialisten durch die Vielseitigkeit seiner Interessen, die Vielfalt seiner Informationen und die Fähigkeit, über zahlreiche Einzelheiten nicht den Blick für das Ganze zu verlieren. Dazu müsste auch noch die Offenheit für das Unerwartete und beträchtliche geistige Elastizität kommen.“
Glücklicherweise kenne ich persönlich einige Menschen, die über diese Fähigkeiten verfügen. Häufig sind ihre Nachdenkvorschläge ansteckend und innovierend. Leider führen sie auch vor Augen, wie oberflächlich unsere Kommunikationsstruktur ansonsten im Alltag ist. Dazu noch eine Erweiterung von R. Jungk. Er hält es für notwendig, dass …
„Individuen als Vorreiter und Experimentierende, als Erfahrende und Mitteilende die Rolle von Sensoren und Antennen übernehmen. Dazu können sie nur fähig sein, wenn sie individuelle Ergründung, Erweiterung und Vertiefung als eine Aufgabe sehen, die sowohl ihrer eigenen Verwirklichung dient als auch ihrer Gesellschaft entscheidende neue Impulse gibt.“
PROZESSE DER MODULATION
Es kommt sehr oft vor, dass ich mit einem Thema konfrontiert werde, bei dem es mir sinnvoll erscheint, mich intensiver damit zu beschäftigen, um eventuell meinen Umgang damit zu verändern. Schön und gut, wenn mir dazu zunächst beliebige Informationen vorliegen, aber mir ist es wichtig, mich genauer damit auseinanderzusetzen. Dazu benötigt man kein Hochschulstudium, sondern einen gewissen gesunden Menschenverstand (wobei mir natürlich bekannt ist, dass dieser immer seltener vorkommt).
Bei der Auseinandersetzung mit einem Thema würde ich folgenden Prozess vorschlagen, den ich einmal mit dem Thema Vegetarismus/Veganismus abgleichen möchte (ein Thema, das mich aktuell sehr in Beschlag nimmt.)
- (Sondierung) Worin liegt der Sinn, mich mit dieser Materie näher zu beschäftigen? Gibt es ein Pro/Contra-Verhältnis?
- Über Publikationen (Filme, Artikel etc.) habe ich von absolut grausamen und moralisch nicht mehr hinnehmbaren Zuständen bei der Aufzucht, Haltung, sowie beim Transport und der Schlachtung von Tieren erfahren. Sowohl die Massentierhaltung, als auch die Megaschlachthäuser weisen Formen auf, die auf das Vorliegen von Brutalität, Ignoranz und Verrohung schließen lassen. Die Pro´s für ein Verzicht auf tierische Produkte sind in der absoluten Mehrzahl!
- (moralische Fragen) Gibt es moralische oder ethische Gesichtspunkte, die bei diesem Thema eine Rolle spielen?
- Da ich ein Mensch bin, der ein ausgeprägtes Moralverständnis besitzt, kann ich vor diesem Problem nicht die Augen verschließen. Wenn ich weiterhin Fleisch esse, mache ich mich mitverantwortlich.
- (Basiswissen) Reicht mein aktuelles Wissen aus, mir eine Meinung zu bilden?
- Ich habe zwar bereits vor Jahrzehnten vegetarisch gelebt, befinde mich aber aktuell in einer Zeit, in der es wesentlich mehr Informationen zu diesem Thema gibt.
- (Informationsbeschaffung) Reicht mein Wissen nicht aus, woher bekomme ich dann aktuelle Informationen, um mich in das Thema reinzufuchsen?
- Ich besorge mir Fachliteratur und Publikationen von Tierrecht- und schutzgruppen und lese passende ernährungswissenschaftliche Informationen dazu. Zudem finden sich in jeder gut geführten Bibliothek informative Bücher dazu.
- (seriöse Informationsquellen) Woher kommt diese Information? Sind diese Infos wissenschaftlich abgesegnet oder eher Youtube-Influencer-Quatsch?
- Da ich grundsätzlich auf Youtube & Co. nicht vertraue (ich lasse mich bei Geldanlagen ja auch nicht vom Bäcker beraten!), recherchiere ich, inwieweit die Quellen anerkannt sind und auf welche Grundlagen sich wiederum die zur Verfügung stehende Literatur beruft.
- (Umgang mit dem neuen Wissen) Reicht mir das erlangte Wissen oder möchte ich es noch mehr vertiefen?
- In unserem Fall hat uns (meine Frau und mich) das Thema dermaßen angefixt, dass wir am Ball geblieben sind und seitdem weiter nach Hintergründen forschen oder uns Vorträge etc. anhören. Es stellt sich aber auch die Frage, wie man aktiv werden kann, um die Problematik zu streuen.
- (Umsetzung) Wie lässt sich das erworbene Wissen im Alltag umsetzen? Gibt es dabei Schwierigkeiten oder Barrieren/Hürden?
- Wir leben seit fast einem Jahrzehnt vegetarisch und sind schließlich ganz zum Veganismus übergegangen. Es handelt sich um einen Prozess, der nicht radikal, sondern bewusst angegangen werden muss. Da man in der Regel von Menschen umgeben ist, die Fleisch zum Teil völlig unkritisch konsumieren, muss man sich Vorgehensweisen überlegen, um sich z.B. bei Restaurantbesuchen nicht völlig auszugrenzen. Leider sind viele, vor allem herkömmliche Restaurants völlig unkreativ, was eine veganes Speiseangebot anbetrifft. Fleischweglassen ist keine Alternative! Da ich leider körperlich nicht mehr in der Lage bin, z.B. für investigative Recherchen in Tiermastanlagen einzudringen, unterstütze/n ich/wir wichtige Organisationen wie PETA oder ANINOVA.
ZUM GUTEN SCHLUSS

Dies ist der Versuch, etwas differenzierter über die Modifikation von Bewusstsein nachzudenken. Da ich aufgrund meines Alters schon recht lange gesellschaftliche Prozesse, sowie Umwelt- und Umgebungsbedingungen beobachte, ist es für mich mehr als dringlich, in vielen Bereichen Kurskorrekturen vorzunehmen. Vielleicht gab es früher noch mehr Anlass dazu, es langsam angehen zu lassen, aber das gilt nicht mehr für das Heute. Das Schlimme dabei ist, dass wir uns nicht auf Politik & Co. verlassen können, sondern dass – wie eigentlich immer – Veränderungen von den Menschen selbst kommen müssen. Unsere Regierungen sind mit sich selbst, ihrem Machtausbau und ihren Verbindungen zum Kapital beschäftigt. Sie verwalten Probleme, haben aber wenig Interesse sie zu lösen.
Meine Frau und ich haben schon vielfältige Veränderungen vorgenommen. Auch wenn unser Bewusstsein für die meisten Prozesse geschärft ist, bedarf es doch immer wieder Modifikationen. Auch ich habe früher nicht über Fleischkonsum nachgedacht und bin vermutlich dem Irrglauben aufgesessen, Fleisch wachse an den Bäumen. Ähnliches gilt für umweltbewusstes Einkaufen, der Verzicht aufs Fernsehen, unser Austritt aus den sozialen Medien, mehr Achtsamkeit im Umgang mit sozialen Medien, der Boykott von Amazon oder anderen Wirtschaftszerstörern oder unser Umgang mit der Natur. Bei allen Modulationen machen wir immer auch eine sehr schöne Erfahrung: Veränderung macht Spaß! Veganes Leben zum Beispiel ist kein Verzicht, sondern ein absoluter Gewinn, der irgendwann immer weiter ins Leben eingreift. Das wäre nicht passiert, wenn wir nicht sensibilisiert worden wären.
Und – nein: Es ist nicht nur ein Vergnügen, seinem Bewusstsein Auslauf zu verschaffen. Spätestens dann, wenn man spürt, dass man umgeben von verknöcherten und festgefahrenen Mitmenschen ist, die das neue Verhalten missbilligen, rutscht man möglicherweise in den schlimmen Zustand der Einsamkeit des Andersseins (siehe auch mein Artikel: https://querzeit.org/philosophie/die-einsamkeit-des-andersseins). Es ist daher ungemein wichtig, dass sich Sonderlinge, Multiplikatoren, Generalisten und sonstige Experimentierfreudige zusammentun, um nicht an der Ignoranz und Gleichgültigkeit des eigenen Umfelds zu verzweifeln.
Da man Robert Jungk gar nicht oft genug in Erinnerung bringen kann in Zeiten, in denen es kaum mehr Kämpfer gibt, möchte ich mit einem meiner Lieblingszitate schließen:
„Ein neues Leben beginnen. Aufgeben, was bisher war. Tun, was man eigentlich vorhatte. Selbst steuern, statt getrieben zu werden. Sich zurückziehen. Sich sammeln, Nachdenken. Reisen irgendwohin, ohne vorherbestimmtes Ziel, in der Hoffnung, eine Richtung zu finden. Mit der Welt und sich selbst ins reine kommen. Man müsste. Man sollte.“
Ich finde: Man muss! Alles andere ist halbgar!
HINWEIS:
Beim Erstellen dieses Textes habe ich bewusst vermieden, auf bereits existierende Fachartikel zu stützen. Die Aspekte fußen fast ausschließlich auf eigenen Überlegungen und vor allem Erfahrungen. Sollten konstruktive Vorschläge helfen, den Text noch zu bereichern, will ich sie gerne einfügen. Auf eine Kommentarmöglichkeit wurde bewusst verzichtet, da ich weder Viagra benötige, noch sonst wie auf unsinnige Links gelenkt werden möchte.
Meine Emailadresse: arnoldillhardt(@)aol.com
QUELLEN
BAN – Don Bannister/Fay Fransella: Der Mensch als Forscher (Inquiring Man) – Die Psychologie der persönlichen Konstrukte. Arbeiten zur sozialwissenschaftlichen Psychologie. Münster, 1981
ILL – Arnold Illhardt hier auf Querzeit: https://querzeit.org/gesellschaft/die-tristesse-des-rechten-denkens
JUN – Robert Jungk: Der Jahrtausendmensch. Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 1976
ZIM – André Frank Zimpel: https://www.uni-hamburg.de/newsroom/im-fokus/2025/0804-interview-zimpel-neurodivers.html