Nackt
Nacktheit - zwischen menschlicher Eigentlichkeit und Perversion

Nackt sind wir unter unseren Kleider alle, besagt ein Sprichwort, doch Nacktheit ist verpönt und changiert irgendwo zwischen Perversion und Verschrobenheit. Dabei ist es nichts Anderes als die körperliche und damit menschliche Eigentlichkeit. Ein Erfahrungsbericht über das Nacktsein.

Nacktheit und Sexualität

Nackte am Strand (Foto Arnold Illhardt)
Nackte am Strand (Foto Arnold Illhardt)

Aufgewachsen oder wie man „fremdwörtlerisch“ sagt: sozialisiert wurde ich in einem Elternhaus, in dem das Körperliche durch den Westfälischen Katholizismus schon früh ausradiert worden war. Ein Körper musste bedeckt sein, Nacktheit war strengstens zu vermeiden. Mir ist es bis heute ein Rätsel, wie mit einer derart grassierenden Körperfeindlichkeit überhaupt Kinder gezeugt werden konnten. Die Betonung liegt auf „gezeugt“, was nicht umsonst reichlich mechanistisch klingt; Spaß soll der „Zeugungsakt“ schließlich nicht machen und wenn, konnte man es später in der Beichte bei etlichen Vater unser bereuen! Doch soll hier nicht von Sexualität die Rede sein, sondern von Nacktheit. Man muss das eigens betonen, da aufgrund der allgemeinen Prüderie Nacktheit immer mit Sexualität gleichgesetzt wird. Wer nackt ist, hat nicht immer gleich auch sexuelle Gefühle. Menschen mit konservativen Weltbildern und die scheinen mir momentan die Gesellschaft zu prägen, werden nicht müde, die 68er-Bewegung als Schuldige für die heute vermeintlich aus dem Ruder gelaufene Moral der Menschen verantwortlich zu machen. Dabei blenden sie gerne die Unterdrückung der Frauen und die versklavte Lust der Nachkriegsjahre und davor aus. Wer diesen Zustand bevorzugt, muss es sich gefallen lassen, ein frauenfeindlicher Reaktionär genannt zu werden.

Mir drängte sich bereits früh der Gedanke auf, dass ich diese erzwungene Angezogenheit und körperliche Zimperlichkeit für meinen Lebensplan unpassend hielt und entledigte mich gleich beim ersten Urlaub mit der Freundin der überflüssigen Hüllen. Nackt schwimmen, nackt am Strand liegen und mich nackt bewegen, schien mir die natürlichere Variante zu sein als in klammen, sandverklebten Badehosen rumzuliegen. Es fühlte sich befreiend an und vor allem kompatibel zu meinem unbändigen Freiheitsdrang. Und nun kommt für die Nacktheitsskeptiker die überraschende Nachricht: Das Nacktsein erregte mich nicht in sexueller Hinsicht oder um es aus männlicher Sichtweise klarer auszudrücken: Ich stand nicht den ganzen Tag mit Dauererektion in der Brandung der dänischen Nordsee, sondern ungezwungen, locker und eben normal. Das man sich hin und wieder in die Dünen verzog, um den Göttern der Libido ein Opfer zu bringen, sei beiläufig erwähnt, wäre aber auch mit Badehose passiert.

Nackte Ideologien

In den folgenden Urlauben beherzigte ich diese natürliche Freude am Nacktsein – dort wo es ging -, doch selbstredend nahm ich Rücksicht auf die landesüblichen Sitten und Gebräuche. In Italien quatscht man zwar vermutlich den ganzen Tag hinter vorgehaltener Hand über das Nacktsein, benimmt sich aber am Strand, als sei man die Inkarnation der Heiligen Innozenzia. Bis dato hatte ich mir nie Gedanken über irgendwelche Ismen im Zusammenhang mit Nacktsein gemacht. Das änderte sich als meine Begleitung und ich bei einem Strandspaziergang am französischen Atlantik in ein Unwetter gerieten und – bekleidet – auf einen Campingplatz flüchteten. Erst auf den zweiten Blick erkannten wir, dass es sich um einen FKK-Campingplatz handelte. Nicht das versetzte mich in Erstaunen, sondern die Regelungen, die auf laminierten Aushängen zu lesen waren. Ich erinnere mich nur noch bruchstückhaft an die dort phrasierten Vorgaben, allerdings wurde mir hier unmissverständlich klar, dass es sich hier nicht mehr um natürliches Nacktsein handelte, sondern um eine Ideologie, fast schon um eine Religion. Der Nudist, wie man sich von Normalnackten abgrenzte, stellte eine besondere Form von gelungenem Menschen dar, der sportlich, lebensbejahend und vegan leben sollte, weswegen vermutlich Hunde – da ja nicht vegan-lebend – auf dem Platz verboten waren. Da mich damals mein schwarzer Mischlingshund Charly begleitete, wurden wir alsbald vom Platz vertrieben. Ich habe nichts gegen Sport, lebensbejahendes Existieren und vegane Ernährung, wohl aber gegen ein Sollen. Ich brauche keine Institutionen, die mir vorschreiben, wie ich zu sein habe und auch nicht, wie ich nackt zu sein habe. Offensichtlich war ich zum Individualnudist unter den Nackten geworden und somit für jeden Club verdorben.

Auf den späteren Reisen mit meiner heutigen Frau machten wir häufig Zwischenstopp auf FKK-Campingplätzen, die vor allem in Kroatien in großer Zahl existieren. Zuhause machte man darüber Witze, was ich wiederum sehr belustigend fand. Oftmals kamen die zum Teil sexistischen Bemerkungen von Personen, die sich als liberal und freiheitsliebend sahen, dabei wirkten sie im wahren Leben zugeknöpft und glattgebügelt wie ein Trevira-Businesshemd. Familienmitglieder fragten beispielsweise, ob man auf einem solchen Platz tatsächlich den ganzen Tag „nackich“ rumlaufen müsse. Die Frage verwirrt einigermaßen, weil das ja der Grund ist, warum man einen solchen Platz aufsucht. Aber zur Beruhigung der Gemüter kann man sagen: Wenn´s kalt wird, darf man sich gerne auch was überziehen. Und ja, wenn´s der eigenen Kleidervorstellung dienlich ist, auch eine gruselige Jogginghose! Man muss als Nacktcamper nicht erfrieren. Sollte dies in Statuten vorgesehen sein, ist man definitiv im falschen Verein.

Nacktheit und Natur

Nackte am Kai (Foto Arnold Illhardt)
Nackte am Kai (Foto Arnold Illhardt)

Es ist schwierig, einem Textilfanatiker oder wie man Dauerbekleidete nennen will, zu erklären, warum man das Nacktsein genießt. Hat es vielleicht doch etwas mit Erotik oder vielleicht sogar – was gerne verwechselt wird – Exhibitionismus zu tun, also einer öffentlichen Zurschaustellung der eigenen Körperlichkeit? Wer sich schon einmal längere Zeit in einer unberührten und gesunden Natur aufgehalten hat, weitab von jeglicher Zivilisation, weitab von all der alltäglichen Hektik, wird dieses sehr intensive Gefühl der Naturverbundenheit kennen. Plötzlich stehen da andere Prioritäten im Vordergrund: Die frische Luft, all die Bäume, Pflanzen, Tiere, die Geräusche und Gerüche bringen einen Menschen, der sich für solche Prozesse noch öffnen kann, zurück zu einem Urgefühl. Heute gibt es den im Grunde modernen Begriff des Waldbadens; er ist deswegen unsinnig, weil es kein Novum ist, in die Stille eines Waldes einzutauchen, um dort wie in einem Bad die Seele zu erfrischen; es sollte eigentlich ein normaler Vorgang sein. Diese Verbindung zur Natur wird von den Anhängern auch als Naturismus bezeichnet. Ein wenig ist es erschreckend, dass es dafür einen Ausdruck bedarf! Auf der Seite natury.de heißt es dazu: „Naturismus ist eine Geisteshaltung, in der der Mensch sich als Teil der Natur erkennt und sein Denken und Handeln daran ausrichtet, sich möglichst weitgehend in das Naturgeschehen einzufügen. Dies schließt ein, dass der Naturist die Natur als Lebensraum zu erhalten und sie möglichst wenig zu (zer-) stören sucht, vorhandenen (Zer-) Störungen der Natur entgegentritt und sie zu restaurieren versucht, und dass er nur so viel erntet (d. h. der Natur entnimmt), wie es zum Leben nötig ist und wie in der Natur nachwachsen kann.“

Nacktheit als ureigentümliches Ich

Bereits zweimal besuchte ich den Monte Verita im Schweizer Kanton Tessin, wo „… in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts ein bekannter Treffpunkt von Lebensreformern, Pazifisten, Künstlern, Schriftstellern sowie Anhängern unterschiedlicher alternativer Bewegungen…“ (Wikipedia) existierte. Dahinter steckte die Idee, „dort eine Versuchsstätte für freie, menschenwürdige Daseinsbedingungen…“ (1) zu schaffen. Mich faszinierten schon immer Experimente, in denen Gruppen eine andere Form von Zusammenleben praktizierten. Auch die Bewohner dieses Ortes wollten ein Leben hinter sich lassen, das von Hast, Kapitalismus und einem Absterben der Seele geprägt war. Für viele der Aussteiger war es eine logische Schlussfolgerung, sich dort, wo es möglich war, auch nackt zu bewegen, was natürlich die Bürger der Gegend einerseits empörte, andererseits neugierig machte. Auf einer Postkarte war ein nackter Mann mit einem Spaten bei Erdarbeiten zu sehen. Links von ihm stand der Satz: „Die Schande hat uns gekleidet“, und rechts von ihm: „Die Ehre wird uns wieder nackt machen.“ Schon damals fesselte mich diese andere Perspektive, die mich ermunterte, mich meiner temporären Nacktheit nicht zu schämen.

Je älter ich werde, desto mehr rückt für mich die Natur in den Vordergrund. Als libertär denkender Mensch brauche ich keine übergeordnete Instanz, die mich leiten muss. Ich bin Selbstdenker! Und so ist die Natur bzw. das, was von ihr übriggeblieben ist, keine Gottheit oder Überseele, sondern ein natürlicher Freund. Das mag esoterisch klingen, ist aber schlussendlich der Begriff, der es am besten ausdrückt und trifft. Und im Kontakt mit dem besten Freund oder den besten Freunden fühlt man sich sicher, geborgen, beschützt und lebendig. Auch mit meinem Körper pflege ich eine tiefe Freundschaft, auch wenn ich diese dann und wann leidlich vernachlässigt habe. Und so bin ich in meiner Nacktheit mein ureigentümlichstes Selbst, frei von allen Zwängen, allen künstlichen Äußerlichkeiten und vor allem Oberflächlichkeiten. Verbindet sich der nackte Körper mit der Natur entsteht eine Symbiose, wie sie gegenseitiger und gleichzeitig geschlossener nicht sein kann, da in diesem Moment nur noch das Eigentliche, Ureigentliche im Vordergrund steht: Das natürliche, unverfremdete Ich. Um diesen Bogen nicht zu überziehen, sei angemerkt, dass nichts schrecklicher ist, als ein Mückenstich am bloßgestellten Allerwertesten oder eine Grasmilbe sonst wo. Auch die Schönheit der Natur im Zustand des Nacktseins hat ihre Grenzen.

Prüderie und Entnaturalisierung

Nackt im Meer (Foto Arnold Illhardt)
Nackt im Meer (Foto Arnold Illhardt)

Neulich unterhielt ich mich mit einer jungen Erwachsenen über das Saunieren, da sie aufgrund ihrer chronischen Schmerzen gute Erfahrungen mit der Wärme gemacht habe. Da viele junge Leute sehr gehemmt sind, was das Nacktsein in Saunen anbetrifft, hakte ich nach und erfuhr zu meinem großen Erstaunen, dass es in ihrem Ort inzwischen spezielle Textilsaunen für junge Leute gäbe. Nacktes Saunieren fand sie ekelig! Textilsaunieren erschließt sich mir nicht – irgendwas ist da bezüglich der Grundidee des Schwitzens tüchtig schiefgelaufen. Ist das Anti-Nacktsein das unrühmliche Ergebnis der Entnaturalisierung des Menschen durch ein System, das uns erfolgreich suggeriert, nur durch Äußerlichkeiten bestechen zu können? Ein System, wo nur noch Schein statt Sein regiert? Ein System, wo Nacktheit nur noch Bestand haben darf, wenn sie mit Deodorants, Parfüms und Mode in Verbindung gebracht wird? Nackt sein besitzt gestern wie heute – in einer vermeintlichen aufgeklärten Zeit – den negativen Nimbus von etwas Verwerflichen. Irgendwo zwischen Perversion und Verschrobenheit. Noch heute ist sich die erbärmliche Regenbogenpresse nicht zu blöd, Fotos von entblößten Dreiviertel- und Halbpersönlichkeiten zu veröffentlichen: Vanessa – wer immer das ist – zieht blank und erntet Kritik! Busenblitzer bei Szene soundso! Ein prüdes Volk pervertiert sich zu Tode, weil die Menschen den Kontakt zu ihrem eigenen Körper verloren haben. Körper darf nur sein, wenn er sich den gängigen Fitnessidealen unterworfen hat.

Nacktsein – Basis für eine gute Kommunikation

Auch wenn meine Frau und ich das Nacktsein mit und ohne Erotik, drinnen wie draußen, auf sehr intensive Weise pflegen, waren uns ideologische Überlegungen zur Freikörperkultur, zum Naturalismus oder Nudismus fremd bzw. nicht von Interesse. Ich bin, wie bereits erwähnt, kein Freund von Ismen. Doch letztes Wochenende bereicherten wir uns um eine ganz neue Erfahrung. Eher per Zufall waren wir bei unserer Planung, die Wildeshauser Geest – eine einzigartige Naturlandschaft in Niedersachen – zu besuchen, auf einen FKK-Campingplatz gestoßen. Der Platz wird von einem Verein mit dem Namen Bund für Familiensport und Naturismus geführt. Ich muss gestehen, zunächst Nacktbilder von Leni Riefenstahl und eigenwillige, etwas verschrobene Vorstellungen einer altertümlichen Freikörperkultur assoziiert zu haben. Tatsächlich verbrachten wir ein intensives Wochenende im Einklang mit der Natur, unglaublich netten, zuvorkommenden Menschen und mal abgesehen von den Geräuschen der fernen Autobahn Stille und Abgeschiedenheit. Man traf sich am Pool, im Tag und Nacht geöffneten Vereinshaus oder beim Spülen – natürlich nackt. Ich fand irgendwo einen Satz von Max Frisch, der vielleicht anders gemeint war, aber hier gut zu passen scheint: „Die beste und sicherste Tarnung ist immer noch die blanke und nackte Wahrheit. Die glaubt niemand.“ Doch, hier glaubt man sie, denn diese Form von nackter Wahrheit verstellt nicht den Blick durch teure Klamotten oder Schmuck, sondern jeder zeigt sich in seinem Urtümlichsten: Seiner Nacktheit. Es spielt keine Rolle, ob man jung oder alt, dick oder dünn, reich oder arm ist, ob die Brüste prall oder in die Jahre gekommen sind, die Haut frisch oder runzelig ist oder wie der liebe Gott oder wer es war die Größe des männlichen Geschlechts ausgestattet hat: Der Anblick der Nacktheit verschwimmt zu einem Gesamtbild. Wäre es ein Zoo, stände vor dem Zaun: Mensch. Homo sapiens.

Dazu Alice Moustier (33), eine „Nacktivistin“, bekannt aus Funk und Fernsehen: „Für mich hat Nacktsein einen symbolischen Wert: Ich zeige mich so, wie ich wirklich bin. Mit meinen Bedürfnissen, Wünschen, aber auch meinen Macken und Fehlern…“ (2) Für Moustier ist das Nacktsein die Basis für eine gute Kommunikation. Das erinnert mich an die Unterteilung des Philosophen und Psychoanalytikers Erich Fromm in die beiden Existenzweisen Haben und Sein. Während das Haben vom Streben nach Besitz, Macht oder Autorität geprägt ist, geht es bei der Geisteshaltung des Seins um die – verkürzt dargestellt – Eigentlichkeiten menschlichen Seins, in denen das Haben keine Rolle spielt: Zwischenmenschlichkeit, Persönlichkeit, Wissen, Liebe etc. In meinen Gesprächen mit den Nachbarn auf dem FKK-Platz wird deutlich, dass die Nacktheit den Aspekt des Habens in den Hintergrund stellt und den nackten Menschen in seiner ursprünglichsten Form geltend macht. Es ist gleichzeitig ein „Back to the roots“, aber auch „Reduce to the max.“

Autor, nackt mit Hund (Foto Arnold Illhardt)
Autor, nackt mit Hund (Foto Arnold Illhardt)

Mit Werner, einem Insider, der den Verein von seinen Anfängen kennt, unterhalte ich mich über die Freikörperkultur und über die Tatsache, dass sie immer mehr aus dem Blickfeld verschwindet. Wir reden über die FKK-Bewegung in der DDR, wo früher Nacktbaden völlig normal war, man inzwischen aber die Rechte auf Nacktbadestränge vor den Textilgetreuen verteidigen muss. Viele Menschen verlieren immer mehr diese Selbstverständlichkeit des Nacktseins. Nackte Menschen sind zwar allgegenwärtig und auf den entsprechenden Pornoseiten bis auf Gebärmuttertiefe zu bewundern, aber das hat nichts damit zu tun, dass dadurch der Spaß am Nacktsein zugenommen hat. Im Gegenteil: Die Menschen werden zwar immer sexualisierter, gleichzeitig aber auch körperlich immer verklemmter. Ein miserables Zusammenspiel! Doch Werner ist auch stolz auf die jungen Familien, die dem Verein beigetreten sind. Woanders gäbe es bereits große Nachwuchssorgen. Wir begegnen einem kleinen Mädchen, das wie selbstverständlich nackt, aber ansonsten mit Prinzessinnenumhang vorbeistürmt. Mein Gesprächspartner erzählt mir, dass die Kleine hier geboren und daher mit Nacktheit groß geworden ist. Auch die anderen Kinder starren uns nicht an, sondern rufen ein freundliches Hallo rüber oder zeigen uns ihren neusten vielbeinigen Fund. Wildfremde Nachbarn fragen nach, ob es uns gefällt, ob alles ok ist und beim Verlassen des umzäunten Geländes winken etliche Nackedeis uns nach. Mir fällt der Abschied tatsächlich sehr schwer, kam ich doch hier meiner Sehnsucht nach der urtümlichen, unverstellten Menschlichkeit sehr nahe.

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Literatur

(1) Robert Landmann: Ascona Monte Verita`.

(2) In FreiKörperKultur, Ausgabe 2/2020