Hier bin ich und das ist mein Text
Der Autor Manfred Voita aus Warendorf

Mafrend Voita (Foto: Archiv M. Voita)

Mafrend Voita (Foto: Archiv M. Voita)

Mafrend Voita (Foto: Archiv M. Voita)

Mafrend Voita (Foto: Archiv M. Voita)

Manfred Voita lebt und schreibt in Warendorf, dort ist er auch seit einigen Jahren aktiv in der von Reinhild Essing geleiteten Schreibwerkstatt der Volkshochschule. Texte entstanden aber auch schon vor dieser Zeit, so schrieb er etwa Gags für die WDR-Comedysendung „Bananas“ und arbeitete als Ghostwriter an Unternehmenschroniken mit. Seit 2013 wurden einige seiner Kurzgeschichten in Anthologien veröffentlicht. Für den Kulturschub machte er sich Gedanken zum Thema Marketing.

„Wie macht man das eigentlich, darauf hinweisen, dass eigene Texte veröffentlicht wurden? Das ist doch irgendwie peinlich, man betritt doch keinen Raum, klopft auf den Tisch oder schlägt mit dem Messer an ein Glas und wendet sich an die versammelte Mannschaft: Hier bin ich und das ist mein Text „The Last Train“, den der A. Fritz Verlag für die Anthologie „Karma-Express“ ausgewählt hat, die es schon als E-Book gibt und die bald auch gedruckt vorliegenwird. Macht man doch nicht.

Vielleicht zuhause, wenn das Paket ankommt, dann packt man es aus und sagt: „Schaut mal, ihr Lieben. Das ist meine Kurzgeschichte „Hand drauf“, die in der Anthologie „Nordrhein-Westfälische-Einladung“ des  Größenwahn-Verlags erschienen ist. Das schon, das kann man machen. Oder wenn ich meinen Freund Rainer Strobelt treffe, dem erzähle ich natürlich, dass „Hasse ma ne Baumark“ in dem von Marten Petersen herausgegebenen Band unter dem Titel „Hammer, Säge, Pinsel  & Co.“ stehen wird, der in ein paar Tagen verfügbar ist.

 

karma-express-front-cover (Quelle: A. Fritz Verlag)

karma-express-front-cover (Quelle: A. Fritz Verlag)

Cover Hammer Säge Pinsel (Quelle: Marten Petersen)

Cover Hammer Säge Pinsel (Quelle: Marten Petersen)

Aber es macht doch einen ganz seltsamen Eindruck, wenn man Fremden.. oder meinetwegen auch flüchtigen Bekannten oder Kollegen einfach mal mitteilen muss, dass es ab Oktober eine App für das Smartphone geben wird, die Literiki heißt. Weil nämlich eine Schweizerin namens  Isabella Hoegger sich gedacht hat, dass Menschen Lust darauf haben, sich morgens von einer fröhlichen kleinen Geschichte wecken zu lassen. Die Geschichten kann man natürlich auch später am Tag hören – aber jede Geschichte nur an dem für sie bestimmten Tag. Meine ersten beiden Texte werden am 09.12 und am 21.12. ein hoffentlich gnädiges Publikum finden, zwei weitere folgen dann 2016.

Manfred Voita liest im Mehrwerk von Telgte (Foto: Thomas Esche)

Manfred Voita liest im Mehrwerk von Telgte (Foto: Thomas Esche)

Aber das weiß keiner, weil, wie gesagt, das erzählt man ja nicht einfach so, würde irgendwie komisch wirken, so, als wolle man damit angeben oder vielleicht sogar was verkaufen. Was natürlich auch stimmen würde. Also jetzt nicht für mich, aber bei anderen, da könnte das schon so sein. Oder zumindest so wirken. Deshalb würde ich, wenn ich da was machen wollte, höchstens mit der Adresse meines Blogs rausrücken: manfredvoita.wordpress.com. Das reicht.“

 

siehe auch: http://querzeit.org/kulturvisite/das-mehrwerk-in-telgte